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13 Tipps, mit denen die Händler Schlange bei Dir stehen

13 Tipps, mit denen die Händler Schlange bei Dir stehen

Einzelhändler für Modelabel gewinnen

Hast Du schon mal vorsichtig versucht, bei den Einzelhändlern anzuklopfen? Wenn Deine ersten Versuche nicht von Erfolg gekrönt waren, ist dieser Artikel genau richtig für Dich.

In diesem Artikel verrate ich Dir meine absoluten Top Tipps mit denen Du das Interesse der Einzelhändler weckst und Deine Verkaufsbemühungen wesentlich häufiger von Erfolg gekrönt sein werden. Los geht’s!

1. Die richtigen Sales Unterlagen

Ohne die entsprechenden Unterlagen musst Du Dich gar nicht Richtung Händler aufmachen. Kein Händler kauft, wenn er nicht weiß, welches Produkt in welcher Qualität zu welchem Preis er kaufen darf. 

Die richtigen Sales Unterlagen sind also das Fundament, auf dem Deine Händler Akquise fußt. Die Sales Unterlagen bestehen aus Anschreiben, Lookbook, Händler AGBs, Preisliste und Orderformular. Damit hat der Einkaufsverantwortliche alle Informationen zusammen.

Deine Sales Unterlagen sollten professionell aufbereitet sein und alle wichtigen Informationen schnell zugänglich machen. 

2. Ein Lookbook, dass nicht nur ansprechend, sondern auch aussagekräftig ist

Ich hatte schon einige Lookbooks in der Hand, in denen super schöne Produkte in kreativer Art und Weise gezeigt worden sind, aber der Sinn der Lookbooks nicht erfüllt wurde: Händler wollen das Produkt gut erkennen und sich einen ersten Eindruck verschaffen wie das Material fällt, wie lang ein Produkt ist, wie es sitzt und so weiter.

Das klappt nicht mit Fotos, die nur angeschnitten sind oder Fotos, in denen das Modell sich in einer super coolen Pose befindet, bei der man nur leider Teile des Produkts nicht sieht. Du brauchst deshalb kein Modell statisch vor eine weiße Wand stellen, aber achte auf gute Produktsichtbarkeit, schönen Fall und gutes Licht. 

3. Persönlichkeit zählt, auch wenn Du den Einzelhändler nicht treffen kannst

Während Corona ist es vergleichsweise schwierig geworden, die Einzelhändler zu treffen. Messen finden nicht statt und Showrooms sind häufig weit verteilt, Gruppen nicht erlaubt. 

Damit Du trotzdem dem Einzelhändler einen persönlichen Eindruck verschaffen kannst, empfehle ich Dir, kreativ zu werden. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Postkarte, auf dem Dein Portrait aufgedruckt ist? Mit einem handschriftlichen Gruß stellst Du Dich auf der Rückseite persönlich vor. Das schafft gleich einen gaaaanz anderen Eindruck.

4. Der brandheißeste Tipp: Eine attraktive Marge

Nicht unter 2,6. Wer mich kennt weiß dass ich “mindestens 2,6” predige bis zum Abwinken. Das hat seinen Grund: Die Marge ist Dein wichtigstes Verkaufsargument.

Nach weit über 100 Beratungsklientinnen kann ich Dir versprechen: Diese Marge ist auch für Dich erreichbar, auch wenn Du es Dir vielleicht auf den ersten Blick nicht vorstellen kannst.

Die Preise kalkulieren wir übrigens auch in meinem neuen Gruppenprogramm Ab in den Handel, das schon im April startet.

5. Biete nachhaltige Produkte an

Es gibt Megatrends in jeder Industrie. In der Textilindustrie gehört Nachhaltigkeit zu den wichtigsten aktuellen Fokus-Themen. 

Nachhaltigkeit kann vieles sein. Produkte, die nachhaltig gefertigt sind, gewinnen immer stärker an Bedeutung und haben großen Verkaufserfolg, auch deshalb, weil die Konsumenten diese Produkte immer stärker nachfragen. Wenn Du dann auch noch Deine Lieferkette oder mindestens Deine Produktion transparent darstellen kannst, ist das ein sehr großes Verkaufsargument. 

Neben Produkten kannst Du beispielsweise auch Verpackung, Prozesse oder Dein gesamtes Unternehmen nachhaltig ausrichten. Gut für die Umwelt, gut für die Händler, gut für die Käufer, gut für Dich. 

6. Feel your client

Versetz Dich dazu mal so richtig in die Lage des Einzelhändlers hinein. Wenn es Dir schwer fällt, suche das Gespräch in Deinem Umfeld, der Innenstadt oder ähnlichem. 

Was bewegt den Einzelhändler (auch außerhalb von Corona)?

Was bemängelt er an seinen Lieferanten?

Was wünscht er sich?

Fühlt er sich von seinen Lieferanten ernst genommen?

Wenn Du ihm gut zuhörst, kannst Du aus den Learnings so viel Potenzial für Deine Rahmenbedingungen schaffen. 

7. Händler Login inklusive Sofortorder Möglichkeit

Hat auch nochmal durch Corona ordentlich an Fahrtwind gewonnen. Früher wurde annähernd das gesamte Budget in der Verkaufssaison für die Vororder ausgegeben. Man wusste also schon lange, was in der nächsten Saison in den Laden ausgeliefert wird.

Durch Corona und die sinkende Liquidität der Einzelhändler wird immer mehr sofort geordert. Das bedeutet, die Budgets für die sogenannte Vororder sinken. Es wird also weniger in der klassischen Verkaufssaison eingekauft. 

Dafür mehr während der laufenden Saison. Dazu hilft es dem Händler enorm, wenn er weiß, was welcher Lieferant noch auf Lager hat. Er kann damit auch flexibler auf die Kundenwünsche eingehen.

Hat er also zum Beispiel in der Vororder bei Dir rosa Schals eingekauft und die laufen in der Saison super, so dass sie bald ausverkauft sind, wäre er sicher sehr dankbar, wenn er die Schals bei Dir nachordern kann. 

Oder sein Lieferant aus der Vororder hat nichts mehr auf Lager und deshalb sucht er nach einem alternativen Lieferanten. Beides sehr gutes Verkaufspotenzial für Dich. 

Dazu kannst Du einen Händlerzugang für Deinen Onlineshop nutzen, in dem direkt die Einkaufspreise und Verfügbarkeiten der aktuellen Ware angezeigt werden.

8. Flexibilität gerade in Zeiten von Corona

Wir alle wissen, die Händler haben es gerade nicht leicht. Umso wichtiger ist es, dass Du die Zusammenarbeit partnerschaftlich betrachtest und offen kommunizierst, dass Du Sonderwünsche möglich machen kannst.

Das kann zum Beispiel die Liefertermine und Zahlungsziele betreffen. Inzwischen gibt es so viele unterschiedliche Regelungen in Deutschland, dass die Lage für Einzelhändler auch gar nicht mehr einheitlich zu managen wäre.

Und klar ist auch: Wenn der Laden offen ist, verkauft der Händler in der Regel mehr.

9. Mach (Händler)Wünsche wahr

Häufiger mal haben Händler auch außerhalb von Corona Sonderwünsche. Muss man immer nur Schema F folgen? Ich denke nicht. Viel mehr solltest Du den Händlern genau zuhören und auch aktiv nach Wünschen fragen. 

Dann entwickelt sich eine vertrauensvolle Ebene. Und das gilt auch schon vor dem Kauf. 

10. Labels to watch

Fast alle Händler lesen die wichtigste Fachpresse, die Textilwirtschaft. Dort werden alle einzelhandels- und branchen-relevanten Themen besprochen. 

Die TW bietet darüber hinaus während der Messezeiten auch Veranstaltungen an, die inzwischen teilweise digital stattfinden. Dort informieren sich Einkäufer über Einkaufstrends.

Pünktlich zu jeder Verkaufssaison erscheint das kleine Beiheft, dass sich “Labels to watch” nennt. Darin finden Einkäufer Vorschläge für neue passende Marken, die darin vorgestellt werden. Dort veröffentlicht zu werden, kann es sehr guter Kaufanreiz sein. 

11. Händler-Goodies

Mit Händler-Goodies meine ich weniger Goodies für die Händler selber, sondern eher Goodies, mit denen die Händler wiederum ihre Kunden begeistern können. 

Vielleicht verkaufst Du Bademode, dann wäre ein Wetbag ein tolles Goodie; oder Du verkaufst Strick und legst ein Wollwaschmittel bei. Wenn der Endverbraucher das im Laden zum Produkt mit dazu bekommt, ist das ein tolles Verkaufsargument. 

12. Kundenbindung

Allgemein kann ich sagen, dass jede Aufmerksamkeit, die Du der Kundenbindung zu Deinem Händler schenkst, eine Aufmerksamkeit ist, die sich in Form von besseren Verkäufen bemerkbar machen wird.

Und es ist gar nicht so schwer: Fang einfach damit an, den Händler, an den Du ausgeliefert hast, nach einiger Zeit zu fragen, ob er zufrieden ist.
So gewinnst Du wertvolle Erkenntnisse und kannst an das Gespräch schon bald wieder anknüpfen. 

13. Aktiv um Feedback bitten

Nach der Auslieferung ist der Verkauf nicht zu Ende. Du solltest also den Händler immer wieder um Feedback zu Deiner Kollektion bitten. Wie nehmen die Endverbraucher Deine Produkte an?

So fühlt sich der Einzelhändler wertgeschätzt und wird sich leichter an Dich erinnern. Über die Zeit baut ihr eine Partnerschaft auf, auf die Du Dich auch seitens der Order verlassen kannst. 


Ich habe Kundinnen, bei denen manche Händler im Monatsrhythmus nachbestellen. Weil das Produkt gut läuft und weil die Partnerschaft gut ist.

So viel also zu meinen wichtigsten Verkaufsargumenten. Wie weit bist Du bei Deiner Händlerakquise?
Hinterlass mir gerne einen Kommentar mit Deinem Feedback oder Deinen Fragen und Du bekommst von mir eine Antwort.

 

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